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  • Ian Curtis gestorben (1980): 18. Mai 2006

Autor Thema: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen  (Gelesen 8255 mal)

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Offline realist

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hallo an alle,

am 18.Mai wird eine Radiosendung von meinen Freunden und mir (a.p.o.Kalypso Productions) im Rahmen des Bürgerfunks beim ehemalig so genannten Radio Essen on air gehen.
Wir möchten das Datum nutzen, um an Curtis zu erinnern und generell über das Thema Selbstmord in all seinen Facetten zu sprechen.
In diesem Zusammenhang möchte ich gerne wissen, wieso Tony Wilson von einem altruistischen Selbstmord redete.

Auf Nool gab es schon die Antwort, dass wahrscheinlich IC die Band nicht mit seiner Krankheit belasten wollte.

Gibt es andere Begründungen? Vielleicht sogar belegt durch Interviews, Artikel etc. ?

Programmhinweis:
18.05.06 21:04 Uhr www.radio-essen.de

Einfach den Link benutzen und dann auf Webradio gehen.
[edit]Programmhinweis hinzugefügt[/edit]
« Letzte Änderung: 11. Mai 2006, 10:57:48 von confusion »
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Offline MorningNightandDay

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #1 am: 04. Mai 2006, 16:05:00 »
ich denke eher Ian war so ein Selbstzerstörer,denn er hatte ja schon mal angekündigt das er nicht alt werden will/würde.Bezeichnend dafür war ja auch der Text von "new Dawn Fades" wo Debbie schon damals Bedenken und Angst äusserte aber Ian Sie überzeugte das das nur Fiktion ist...

Am Ende wird das wohl niemand erfahren,es kam halt alles zusammen,die Band,Die Ehe,Die Krankheit,Die Drogen,der Druck,Factory,der Erfolg.....
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Offline realist

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #2 am: 04. Mai 2006, 17:12:24 »
Das mit dem frühen Rock'Roll-Tod ist wohl etwas, das ziemlich tief in ihm steckte.
Das letzten Endes durch eigene Hand zu realisieren, ist dann  eine Sache des Fanatismus.
Allerdings frage ich mich, ob Tony Wilsons Behauptung (wenn sie denn kein Joke war) sich auch darauf beziehen könnte,
das Curtis im schlechten Glauben war für eine Idee zu sterben.
Es gibt ja zum Beispiel im Islam den Begriff des  Märtyrertodes,wonach jemand der sich für eine Idee umbringt, 1000 Lebende hervorbringt, die dieser Idee folgen werden.
Ähnlich verhält es sich mit der christlichen Religion, wenn sie wirklich auf einer geschichtlichen Tatsache fußt.
Interessant dabei sicherlich auch die religiösen Bezüge in den Texten von Curtis.
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Offline realist

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #3 am: 08. Mai 2006, 15:31:13 »
Hi,

vielen Dank an morning, night and day für seine Antwort.
Ansonsten war's ziemlich ruhig, was dieses Thema betrifft.
Wer aber dennoch die Ausstrahlung unsere Sendung hören möchte,
kann dies am 18.05.06 um 21:04 Uhr tun.
Einfach den Link benutzen und dann auf Webradio gehen.
Hier ist der Link:
www.radio-essen.de
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Offline confusion

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #4 am: 08. Mai 2006, 16:05:05 »
Ansonsten war's ziemlich ruhig, was dieses Thema betrifft.

Sorry, Ich hatte diesen Thread bislang nicht gesehen.

Ich denke einmal, daß das kein selbstloser oder uneigennütziger Selbstmord war, sondern daß Ian Curtis' krankhafte (?) Todessehnsucht, die er schon mit 14 oder 15 Jahren geäußert hat ("Ich möchte mit 21 sterben"), sein Verhalten (u.a. Hochzeitsreise zum Friedhof von Jim Morrison), sein Hang zu Extravaganzen und die Diskrepanz zwischen seinen Songtexten einerseits und den Lobeshymnen der Presse andererseits den Selbstmord für ihn unausweichlich werden ließen. Der gewählte Zeitpunkt kann mit familären Problemen zusammenhängen und eine Kurzschlußaktionen darstellen. Die Inszenierung mit dem Film Stroszek am Vorabend des Abflugs nach Amerika spricht aber dafür, daß er sich lediglich einen spektakulären Abgang verschaffen wollte. Das hat aber überhaupt nichts mit Selbstlosigkeit zu tun.

Zitat
Altruismus (von lateinisch: alter - der andere und der Endung -ismus) ist die Eigenschaft der Uneigennützigkeit oder Selbstlosigkeit. Unter altruistischem Handeln versteht man allgemein selbstloses Handeln.

Offline realist

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #5 am: 09. Mai 2006, 15:31:24 »
Hi Confusion,

es gibt doch keinen Grund zur Entschuldigung.
Schön auf jeden Fall von Dir noch einen Beitrag lesen zu dürfen.
Das, was Du schreibst, klingt einleuchtend ,und den Standpunkt werden die meisten sicherlich teilen.
Denn alle Versuche den Altruismus eines Selbstmordes zu erklären erscheinen frucht- und sinnlos.
Dies alles kommt auch in unserer Sendung zur Sprache.

Deshalb freue ich mich, wenn Du Zeit haben wirst, um mal in die Sendung reinzuhören.

Ansonsten freue ich mich ein paar vom German Order auch in Griechenland sehen zu dürfen.

Oder fahrt ihr alle nur nach England oder Spanien?
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Offline confusion

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #6 am: 09. Mai 2006, 20:39:51 »
Hi Confusion,

es gibt doch keinen Grund zur Entschuldigung.
Schön auf jeden Fall von Dir noch einen Beitrag lesen zu dürfen.
Das, was Du schreibst, klingt einleuchtend ,und den Standpunkt werden die meisten sicherlich teilen.
Denn alle Versuche den Altruismus eines Selbstmordes zu erklären erscheinen frucht- und sinnlos.
Dies alles kommt auch in unserer Sendung zur Sprache.

Deshalb freue ich mich, wenn Du Zeit haben wirst, um mal in die Sendung reinzuhören.

Ansonsten freue ich mich ein paar vom German Order auch in Griechenland sehen zu dürfen.

Oder fahrt ihr alle nur nach England oder Spanien?


Ich bin über Pfingsten bei Echo and the Bunnymen in London. Warst Du letztes Jahr auch bei Rock Werchter?

Offline Trigan

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #7 am: 09. Mai 2006, 22:05:47 »
Ansonsten freue ich mich ein paar vom German Order auch in Griechenland sehen zu dürfen.
Oder fahrt ihr alle nur nach England oder Spanien?

Also, zum altruistischen Selbstmord kann ich mich irgendwie nicht äußern, da ich mit dem Begriff schon nix anfangen kann. Ich lese gerade mal wieder das Buch von D. Curtis. Danach hat Ian ihr gesagt, er will nicht älter als Anfang 20 werden. Wenn das dann altruistisch ist, ok!

Zu den Konzerten: Ich glaube, von uns fährt keiner nach Griechenland. Ist das denn jetzt wirklich fix?
Nach Liverpool waren wir wohl fast alle, nach Spanien bislang wohl confusion, MornignNightAndDay und DannyGo. Lordsy und ich zucken noch... Bei mir schaue ich mal, was die Steuererklärung sagt...
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Offline MorningNightandDay

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #8 am: 10. Mai 2006, 18:10:13 »
ja ich denke das der Selbstmord aber nicht wirklich termingeplant war,das könnte n Kurzschlusshandlung gewesen sein oder sowas.ich denke auch hätte Ian sich nicht umgebracht und Joy Division hätte es länger gegeben,waere die Band zwar  erfolgreich geworden allerdings nur kurze Zeit ,dann wäre Ian zerbrochen,die Band wäre zerstritten und New Order hätte es wohl nie gegeben.Das war irgendwie Schicksal.
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Offline ceremony

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #9 am: 10. Mai 2006, 18:23:37 »
ja ich denke das der Selbstmord aber nicht wirklich termingeplant war,das könnte n Kurzschlusshandlung gewesen sein oder sowas.ich denke auch hätte Ian sich nicht umgebracht und Joy Division hätte es länger gegeben,waere die Band zwar  erfolgreich geworden allerdings nur kurze Zeit ,dann wäre Ian zerbrochen,die Band wäre zerstritten und New Order hätte es wohl nie gegeben.Das war irgendwie Schicksal.

ich denke da genauso! irgendwann hätte es ein problem gegeben und aus den differenzen wäre ein split geworden.
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http://new-order.eu/index.php/topic,3563.msg51039.html#msg51039

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Offline MorningNightandDay

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #10 am: 10. Mai 2006, 19:02:16 »
ich sage mal so 2 Jahre höchstens hätten die es geschafft.Die Movement wäre ja dann in einer anderen Form die Nächste Platte gewesen
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Offline confusion

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #11 am: 10. Mai 2006, 19:04:23 »
... New Order hätte es wohl nie gegeben. ...

Das sehe ich auch so. Da gab es doch die Abmachung, man würde sich umbenennen, wenn ein Bandmitglied aussteigen würde. Da hätte es ja keinen Grund dafür gegeben. So wäre es sonst weiter gegangen:

Bis 1983 hätte es noch 2 weitere Alben gegeben, wobei das 83er das beste Album aller Zeiten gewesen wäre. Danach  wartete man auf den globalen weltweiten Erfolg. Aber man war halt so zerstritten, daß erst 1986 wieder ein Album kam. Man hatte zwar als ein Topact bei Live Aid auftreten solllen, war auch anwesend, allerdings hatte Ian Curtis kurz vorher wiederr einen seiner epileptischen Anfälle bekommen.  Anschließend erklärte Ian Curtis, er würde die Band verlassen, da das Potential seiner Bandmitglieder seiner Meinung nach ausgereizt sei, um sich einer Solo-Karriere in Las  Vegas zu widmen. Die verbliebenen Bandmitglieder machen mit einem neuen Sänger unter dem Namen New Order mit ähnlich bescheidenen Erfolg wie Ian Curtis weiter. 6 Jahre prozessiert man gegeneinander bis man sich ver 1994 versöhnt und 1995 eines der besten Alben des Jahres herausbringt. 1996 bringt man dann zur Fussball-EM in England die offizielle Single zusammen mit den Spice Girls heraus, nach dem man den Vorzug vor den Three Lions bekommen hat. to be continued

Offline Lordsy

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #12 am: 10. Mai 2006, 19:11:02 »
Also da gibt es 1000 Möglichkeiten wie es hätte weitergehen können... Das würde das gesamte Forum hier sprengen. Jede kleinste Abweichung von Ihrem gegangenen Weg hätte eine Verzweigung in andere Wege genommen...

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Offline confusion

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #13 am: 10. Mai 2006, 19:14:38 »
Also da gibt es 1000 Möglichkeiten wie es hätte weitergehen können... Das würde das gesamte Forum hier sprengen. Jede kleinste Abweichung von Ihrem gegangenen Weg hätte eine Verzweigung in andere Wege genommen...

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Wie hätte es denn sonst anders weitergehen sollen?  ;D

Offline MorningNightandDay

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Re: Sendung zum Todestag von Ian Curtis bei Radio Essen
« Antwort #14 am: 10. Mai 2006, 19:22:00 »
Wie hätte es denn sonst anders weitergehen sollen?  ;D

also ich glaube das war ja eher den weg den fast die smiths gemacht hätten ;D

ich glaube Ian hätte sich mitte der 80ties trotzdem das Leben genommen,er hätte vielleicht noch ein Buch geschrieben oder gemalt.Zusammengetan hätten die sich meiner Meinung nicht wieder.Ian hätte vielleicht ähnlich wie Morrissey sich unbeliebt mit einigen Sachen gemacht und Joy Division wäre niemals der Kult geworden der er bis heut ist und immer anhalten wird.Allein die Tatsache das die erfolgreichste Single"LWTUA" erst nach dem Tod des Sängers und das Album"Closer" ebenso released wurden spricht für sich und hinterlässt ein Mysterium an Fragen,Antworten....


Ian ist Kult geworden,mehr noch als Kurt Cobain :)
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